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30. August 2012

Mobile Imaging - Kameras rüsten auf, werden „smart“
WiFi-Schnittstelle liefert die Basis für intelligente, neue Funktionen

Die inhaltliche Begrifflichkeit „Mobile Imaging“, so der Photoindustrie-Verband, hat sich mit dem technologischen Fortschritt gewandelt. In den Anfängen, als von Mobile Imaging die Rede war, verstand man darunter in erster Linie die Nutzung von Handys mit Objektiv als Kamera. An den mobilen Datentransfer, wie wir ihn heute alle zu nutzen und zu schätzen wissen, war in dieser Zeit, auch wegen fehlender Bandbreiten, aber auch Anwendungen, nicht zu denken. Wenn aktuell von Mobile Imaging – einem der Trendthemen der photokina 2012 – die Rede ist, so liegen heute Welten zwischen den Anfängen.

Mobile Imaging beinhaltet heute die Aufnahme, die Bearbeitung mit herunterladbaren Anwendungen (Apps), das Versenden von Bildern über zum Beispiel E-Mail und Bluetooth, den direkten Upload von Aufnahmen in soziale Netzwerke, die kabellose Bildübertragung an beispielsweise Fernseher, Beamer, Drucker oder Fotokioske und die Bildspeicherung in der Cloud. Eng verbunden mit dem Begriff Mobile Imaging sind Social Imaging, connectivity und interactive.

Mobile Imaging bezieht sich heute längst nicht mehr nur auf Kamerahandys und Smartphones, sondern auch auf Kameras. Immer mehr Kameramodelle werden sozusagen „smart“. Das heißt, Kameras können kabellos Bilder mit anderen mobilen Geräten austauschen, die Fotos direkt auf die Computerfestplatte laden, sie auf dem Fernseher anzeigen und die Fotos ohne Kabel oder Computer in soziale Netzwerke beziehungsweise in die Cloud übertragen. Auch die Verbindung zum Fotodrucker oder zu Kiosksystemen erfolgt ohne lästige Steckverbindungen. „Die Kameraindustrie setzt dabei auf bereits eingeführte und bewährte Standards der kabellosen Datenübertragung“, so Christoph Thomas, Vorsitzender des Photoindustrie-Verbandes.

Heute muss die Speicherkarte die Kamera nicht mehr verlassen und auch die Kamera nicht mehr per Kabel an den PC angeschlossen werden. Über eine integrierte WiFi-Schnittstelle lassen sich Fotos und Videos übertragen. Doch damit nicht genug: Die WiFi-Schnittstelle liefert auch die Basis für intelligente, neue Funktionen, durch die sich die Kamera, beispielsweise über ein Smartphone, fernsteuern lässt und das Display des Mobiltelefons als externer Sucher dienen kann.

Mobile Imaging bedeutet: Ganz gleich, wo die Bilder sind, sie lassen sich von überall und jederzeit mit entsprechend ausgerüsteten Geräten empfangen oder versenden, seien es andere Kameras, Smartphones oder auch Tablets beziehungsweise Notebooks. Einige dieser Funktionen können per WiFi-Speicherkarte einfach nachgerüstet werden. Diese Karten erweitern die Kamera um eine WiFi-Funktion, die einen kabellosen Datenaustausch mit entsprechend ausgerüsteten anderen Geräten ermöglicht.

Zur photokina 2012, die vom 18. bis 23. September in Köln ihre Tore öffnet, werden verstärkt neue Kameramodelle anzutreffen sein, die über eine integrierte WiFi-Schnittstelle verfügen, so dass sie direkt mit anderen Imaginggeräten, ganz gleich, ob stationär, wie beispielsweise Desktop, PCs und Fernseher, oder mobil, mit Smartphones oder Tablets, kommunizieren können.