22. November 2011

Foto und Imaging - Google macht die Wolke einfach
Chromebooks und der Nutzen für Fotografen

Cloud Computing ist das nur etwas für große Unternehmen oder eignet sich das Arbeiten in der Wolke auch für Fotografen? Dieser Frage ist der Photoindustrie-Verband auch vor dem Hintergrund, dass der Suchmaschinengigant Google den Einstieg in Cloud Computing vereinfachen will, nachgegangen. Das derzeitige Zauberwort für die Zukunft eines Internet-orientierten Lebensstils heißt Chromebook, so der Photoindustrie-Verband.

Leicht und handlich, das erwartet man heute von einem Laptop, wo für viele Menschen Mobilität wichtig ist. Diese Eigenschaften sind natürlich leichter zu erfüllen, wenn der Portable Computer, dank Cloud Computing, von sich aus eigentlich kaum etwas können muss. Chromebooks können nur ganz wenig, das dafür aber hervorragend. Sie wurden als Zugang für das Internet entwickelt und kommen blitzschnell in das Web, um dort sicher und einfach surfen zu können. In nur wenigen Sekunden ist das Chrombook hochgefahren und online. Dann kann auf die gewünschten Webseiten, Apps und Dokumente zugegriffen werden. Mit einem Klick können Fotos und andere Dateien in die Cloud geladen werden und stehen dann zu jeder Zeit von jedem Ort aus über das Chromebook zur Verfügung. Das Chromebook kann zudem auch an einen Monitor oder einen Fernseher angeschlossen werden und dann als Entertainment-Center dienen. Im Google 3G-Paket sind eine SIM-Karte sowie 1 GB kostenloses Datenvolumen pro Monat für die ersten drei Nutzungsmonate vorhanden. Da die eigenen Daten in der Wolke gesichert sind, kann das Chromebook auch problemlos von mehreren Personen genutzt werden, ohne dass der Besucher auf die persönlichen Daten oder E-Mails des Anwenders zugreifen kann.

Einer der Vorzüge der Cloud, die auch beim Chromebook ins Spiel kommen, sind die automatischen Updates, ob es sich um die neueste Betriebssystem-Version handelt oder die Aktualisierung von Software, wie beispielsweise Bildbearbeitungsprogrammen oder Apps. Es wird immer die neueste und daher auch sicherste Version verwendet. Für die Chromebooks wurde das Betriebssystem Chrome OS entwickelt, das einen besonders hohen Standard an Virenschutz bieten soll.

Unterwegs mit seinem Computer online surfen, heißt auch, dass man mit den üblichen Akku-Laufzeiten kaum zufrieden sein würde. Das Chromebook ist darauf ausgerichtet, den Nutzer weitgehend unabhängig zu machen und stellt Akkus zur Verfügung, die für einen ganzen Tag Kraft haben.

Zurzeit sind Samsung und Acer die Hardware-Partner von Google, es ist aber nicht auszuschließen, dass noch andere Hersteller dazu kommen. In der Planung ist auch ein Abonnement-Modell, in dem die Chrome-Rechner gemietet werden können.

Wie die Zukunft der Chromebooks aussehen wird, das steht derzeit aber noch in den Sternen. Denn oftmals ist eine Neuentwicklung, bevor sie sich durchgesetzt hat, auch schon wieder ein alter Hut. Denn gerade Google treibt die Entwicklung voran, dass sich das Handy als Ablösung des Desktop Computers etabliert. Vielleicht wird der Internet-Nutzer dann auch ein kleines Chromebook für unterwegs schon als Last empfinden. Aktuell lässt sich festhalten, dass Chromebooks für Fotografen, die viel unterwegs und dem Cloud Computing gegenüber aufgeschlossen sind, eine Alternative zu Laptops darstellen.